Gesundheit: Verpflegung auf Tour

Tipps für den Supermarkt

24.06.2015 Angelika Urbach - Schnell, simpel und unschlagbar günstig: Supermärkte sind beliebte Verpflegungsstationen während einer Radtour. Welche Produkte geben Kraft und wovon lassen Radfahrer besser die Finger?
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© Daniel Simon

Nach einem halben Tag im Sattel bietet der Besuch eines gepflegten Gartenrestaurants eine wunderbare Gelegenheit zum gemütlichen Ausspannen. Doch nötig ist diese Pause aus ernährungswissenschaftlicher Sicht nicht. "Der Körper braucht nicht zwingend eine warme Mahlzeit am Tag", stellt die Ernährungsberaterin und ehemalige Triathlontrainerin Sabrina Bardas klar.
Ob man ein reichhaltiges Mittagessen genießt oder mehrere, über den Tag verteilte Snacks zu sich nimmt, spiele für die Leistung von Freizeit- und Hobbyfahrer eine untergeordnete Rolle, sagt die Ernährungsexpertin aus Esslingen. Allerdings: Wer auf Tour mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nimmt, verhindert, dass die Glykogenspeicher in den Muskeln vollständig entleert werden. Und das wiederum hat zur Folge, dass der Körper nach der Tour schneller regeneriert.
Den größten Vorteil eines Verpflegungsstopps im Supermarkt erkennt die Ernährungsberaterin in der Vielfalt der angebotenen Lebensmittel und der Möglichkeit diese individuell zu kombinieren. "Im Supermarkt können Radfahrer Fettfallen umgehen und ihre Verpflegung individuell auf die eigene Verträglichkeit abstimmen", sagt sie.

Nährstoffe für Tourenfahrer

Mineralstoffe für die Regeneration
Für die Regeneration spielen die Nährstoffe Magnesium, Natrium und Kalium eine entscheidende Rolle. Magnesium ist vor allem in Vollkornprodukten, Nüssen und Samen zu finden. Natrium in Form von Salz enthalten viele Lebensmittel, z.B. Brot und einige Mineralwasser. Gute Kaliumlieferanten sind Obst, Gemüse, Salat und Milchprodukte.

Vitamine für die Ausdauerfähigkeit
Die Ausdauerfähigkeit ist eng verknüpft mit einem funktionierenden Energiestoffwechsel. Hierbei sind Vitamine entscheidend, vor allem das Vitamin B. Dies ist eine Vitamingruppe, zu der acht Vitamine zusammengeschlossen sind. Sie sind beispielsweise in Getreide, Käse, Fleisch oder Gemüse enthalten. Das Vitamin B ist nur in Kombination aller Bestandteile wirksam – das Vitamin B12 lässt sich nur in tierischen Produkten finden.

Fett für den Stoffwechsel
Fett ist wichtig für den Stoffwechsel und den Hormonhaushalt unseres Körpers und deshalb unverzichtbar für Radfahrer. Doch bei Fetten gibt es große Unterschiede: Empfohlen wird natürliches Fett, das in Ölen, Nüssen oder Butter zu finden ist. Industrielles Fett, zum Beispiel Frittierfett oder gehärtetes Fett in Margarine, Fertig- und Fast-Food-Produkten oder auch manchem Leberkäse, schadet dem Stoffwechsel und wird lediglich in Fettzellen eingelagert.

Kohlenhydrate für die Leistungsfähigkeit
Kohlenhydrate sorgen für lang anhaltende Muskelenergie und sind quasi das Benzin für den Sportler. Wer seinen Körper bereits vor Beginn einer langen Tour mit Kohlenhydraten versorgt, schafft damit eine gute Grundlage für seine Ausdauerfähigkeit. Neben Nudel- oder Kartoffelgerichten am Vorabend liefert ein Müsli mit Joghurt
und Früchten zum Frühstück viele Kohlenhydrate.

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