Obere Donau

Von der Quelle nach Ulm

26.02.2010 Jörg Spaniol - Wer beim Stichwort Donau-Radweg nur an die Strecke Passau–Wien denkt, hat vielleicht das Beste verpasst: Zwischen Donaueschingen und Ulm ist der junge Fluss noch unscheinbar. Doch die Landschaft gleicht das locker aus.
Obere Donau
© Jörg Spaniol

Charakter

Die etwa 200 Kilometer zwischen Donaueschingen und Ulm sind seit 2007 so perfekt durchmarkiert, dass die Karte im Gepäck bleiben kann. Meistens führt der Weg über autofreie oder –arme Routen, Straßen mit nennenswertem Autoverkehr sind die Ausnahme, doch dafür verläuft die Strecke zu einem geschätzten Viertel auf planiertem, aber nicht asphaltiertem Untergrund. Manchmal lässt die verwinkelte Wegführung vermuten, dass bei der Beschilderung außer Sehenswürdigkeiten auch wirtschaftliche Interessen der Anlieger eine Rolle spielen.

Anders als beim Klassiker Passau – Wien sind am Oberlauf der Donau immer wieder kurze, steile Rampen zu überwinden, die sich beim Besuch von Sehenswürdigkeiten neben der Route auf ein paar hundert Höhenmeter pro Tag summieren können. Üblich ist die Befahrung in drei Etappen, gemütlicher sind vier Tage. Landschaftliches Highlight ist der Donaudurchbruch zwischen Mühlheim und Beuron. Abseits aller Asphaltstraßen teilt man dort die romantische Landschaft nur mit Wanderern. Tipp: Von Ehingen nach Ulm unbedingt die Variante über Blaubeuren und das Blautal wählen.

Anreise

Die klare Empfehlung ist die Anreise nach Donaueschingen per Bahn. Ab Ulm verkehren durchgehende Züge mit Radmitnahme, die Rad-Wegweisung leitet abschließend wieder direkt zum Bahnhof.

Auskunft

Obere Donau
© Jörg Spaniol

Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg, Esslinger Str. 8, 70182 Stuttgart, Tel. 01805 / 55 66 90, http://www.tourismus-bw.de

Essen

Besonders gut geschmeckt hat es uns im Herbst 2009 in diesen Restaurants: Beuron: Hotel Pelikan, Abteistr. 12; Eher einfache Zimmer, aber gemütliche Gaststube und gutes Essen – zum Teil aus eigener Jagd. Schöne Lage direkt an der Abtei.

Blaubeuren: Gasthof Blautopf/La Locanda, Blautopfstr. 4; Italienisch aufgepepptes Traditionsgasthaus direkt an der Quelle, mit abwechslungsreicher Speisekarte und freundlichem Service.

Munderkingen: Cafe Melber, Marktstr. 15; Familiäres, feines Bistro mit guter Küche und kosmopolitischem Flair, mitten in der Altstadt.

Übernachtung

Angesichts der Vielzahl von Gasthäusern und Pensionen in den zahlreichen Ortschaften ist es problematisch, einzelne Betriebe herauszuheben. Der Rad- und Wandertourismus sind etabliert, Betten für nur eine Nacht daher leicht zu buchen (Infos und Empfehlungen zum Beispiel unter http://www.bettundbike.de). Vor allem an Wochenenden ist eine Vorab-Reservierung zu empfehlen.

Literatur/Karten


Donau-Radweg 1: Donaueschingen bis Passau, mit Kartenausschnitten 1:50.000. Verlag Esterbauer, 12,90 Euro

Veranstalter

Organisierte Touren mit Mieträdern und Gepäcktransport im beschriebenen Abschnitt offeriert unter anderem: Radweg-Service GmbH, Fritz-Arnold-Straße 16a, 78467 Konstanz, Tel. 07531/819930; http://www.radweg-service.com

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