Schottland

Per Rad durch die Highlands

26.08.2010 Trekkingbike - Eine logische Linie läuft einmal quer durch Schottland: The Great Glen, der große Graben zwischen Inverness und Fort William. Wer dann an der Westküste angekommen ist, verlängert erfreut bis tief in die Highlands.
Schottland
© Jörg Spaniol

Charakter:

Trotz der kurzen Tagesetappen von maximal 60 Kilometern ist die hier vorgestellte Route ein Fall für Fortgeschrittene: Bis zu 800 Höhenmeter täglich und ein Wegverlauf auf teilweise grobem Untergrund überfordern reine Genussradler. Bergtaugliche Kettenschaltung und nicht zu schmale Reifen sind empfehlenswert.

Tourentipps:

Die hier vorgestellte Route folgt dem Verlauf einer Veranstalterreise (siehe „Veranstalter“) von Inverness nach Fort William. Die Streckenführung orientiert sich am Verlauf des Fernwanderweges „Great Glen Way“, der an manchen Stellen eine ausgeschilderte Rad-Variante aufweist. Die in der Senke des Great Glen verlaufende Autostraße ist zu vermeiden. Ab Fort William überwindet ein Zugtransfer Richtung Südosten einige Bergketten. Die Radstrecke setzt sich dann von Rannoch Station Richtung Pitlochry fort.

Die Etappen im einzelnen:

Inverness – Drumnadrochit

(ca. 37 km, 550 Höhenmeter),

Drumnadrochit – Fort Augustus

(ca. 39 km, 850 Höhenmeter),

Fort Augustus – Fort William

(ca. 56 km, 450 Höhenmeter),

Fort William – Bahntransfer nach Rannoch Station – Tummel Bridge

(ca. 39 km, 200 Höhenmeter),

Tummel Bridge – Pitlochry

(ca. 37 km, 400 Höhenmeter)

Beste Reisezeit:

Theoretisch eignet sich die ganze lange Saison von April bis Oktober. Doch es gibt gute Gründe, die Hauptsaison im Juli/August zu meiden: Anders als in unseren Breiten sind Mai und Juni (relativ) trockene Monate, und viel wärmer wird es auch im „Hochsommer“ nicht. Zudem sind vor der Hauptsaison und im September auch spontan noch Unterkünfte in „Bed & Breakfast“-Häusern zu bekommen. Camper sollten bedenken, dass die winzigen, wolkenweise auftretenden Stechmücken erst ab Juni richtig aktiv werden.

Anreise Bahn:

Dank Kanaltunnel kann man auch ohne Schiff und Flugzeug nach Schottland gelangen. Für die Strecke Paris-Edinburgh sind etwa acht Stunden zu veranschlagen, von dort nach Inverness noch einmal drei Stunden. Keine Fahrradmitnahme bis London. In Inverness (oder auch Pitlochry) gibt es jedoch Mieträder.

Flugzeug:

Mit dem Sommerflugplan 2010 bietet die Lufthansa einen Direktflug von Düsseldorf nach Inverness an. Ansonsten empfiehlt sich die Anreise über Glasgow oder Edinburgh und die Weiterfahrt mit der Bahn (Fahrradmitnahme ist in Schottland kostenlos möglich, manchmal jedoch reservierungspflichtig). Vorausbuchungen der Bahntickets senken den Preis. Sie sind möglich über Seiten wie http://www.visitbritaindirect.de oder http://www.firstscotrail.com

Essen:

Herausragend ist die Küche im Bunrannoch House nahe Kinloch Rannoch, etwa 30 Kilometer vor dem Reiseziel in Pitlochry. Das frisch zubereitete Mehrgängemenü aus regionalen Zutaten und eigener Jagd ist die 30 Pfund pro Person wert. Man kann dort auch wohnen. http://www.bunrannoch.co.uk

Unterkunft:

Wer nicht in Bed & Breakfast-Häusern übernachtet, verpasst Schottland. Die Preise dieser privaten Pensionen liegen etwa zwischen 25 und 50 Pfund pro Person im Doppelzimmer mit Frühstück. Selten sind mehr als zehn Gäste in einer Unterkunft, was die Sache sehr familiär macht. Die Broschüre „Bed & Breakfast nationwide“, zu beziehen unter http://www.bedandbreakfastnationwide.co.uk führt die Betriebe auf.

Veranstalter:

Die hier vorgestellte Reise ist zu buchen bei: Wikinger Reisen Individuell, Telefon 02331/904804; http://www.wikinger.de

Der Veranstalter kümmert sich um die Unterkünfte, den Gepäcktransport und stellt robuste Leihräder.

Karten/Literatur:

Lonely Planet: Schottland (deutsche Ausgabe), 19,90 Euro Auf 540 Seiten liefert der 2009 aktualisierte Klassiker unter den „alternativen“ Reiseführern umfangreiche praktische Tipps und Hintergrundinfos.

Für den ersten Teil der Tour unübertroffen: Die wasserdichte Detailkarte Footprint Maps: The Great Glen Way incl. Cycle Route, ISBN 1 871149622 Ansonsten reicht eine gute Straßenkarte, z. B. Marco Polo: Scotland/ Northern England 1:300.000, ISBN 978-3-8297-3761-6

Auskunft allgemein:

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