Frankreich: Bretagne

Tour de France zwischen Austernbänken und Rübenäckern

26.08.2011 Trekkingbike - Das Wetter der Bretagne ist besser als man glaubt. Wer hier mit dem Rad auf Achse ist, erfährt: Der Wind kommt nicht immer von vorn, selbst der längste Regen ist irgendwann zu Ende, und die Sonne scheint oft mehrmals täglich.
Frankreich: Bretagne
© Klaus Toedt-Ruebel

Die Bretagne gilt in Frankreich als „pays du vélo“, das Land des Fahrrads. Aber erst allmählich wird die Infrastruktur auf die Bedürfnisse der Radwanderer abgestimmt. So findet man zwischen Brest und Mont St. Michel nur streckenweise ausgeschilderte Radwege. Das hat indes den Vorteil, dass man – Neugier und gute Karten und Zeit vorausgesetzt – auf engen und verkehrsarmen Landstraßen in das ländliche Frankreich vordringt, sobald man die Ferienorte an der Küste hinter sich lässt.

Man bewegt sich selten mehr als 100 m über dem Meeresspiegel, aber die Anstiege aus den Flusstälern haben es in sich. 15 bis 20 Steigungsprozente sind keine Seltenheit, allerdings nur von kurzer Dauer. Dennoch hat man nach einer Tagestour von 80 bis 100 Kilometern meist mehr als 1000 Höhenmeter in den Beinen. Mit starkem Wind und Regen muss man immer rechnen. Tipp: Von West nach Ost radeln, dann fährt man meist mit Rückenwind.

Tourenverlauf Rund 650 Kilometer, ca. 6000 Höhenmeter

Die Route Brest – Le Conquet – Aber Ildut – Aber Benoît – Aber Wrac’h – Brignogan – Roscoff – Morlaix – Plougasnou – Loquirec – Lannion – Trégastel – Perros-Guirec – Pointe du Château – Tréguier – Sillon de Talbert – Paimpol – St. Brieuc – Cap Fréhel – Dinard – St. Malo – Cancale – Le Mont St. Michel – Pontorson – (mit der Bahn zurück nach Rennes)

Anreise

Mit der Bahn: Im Hochgeschwindigkeitszug TGV reist das Faltrad in der Tasche gebührenfrei mit. Ansonsten muss der Radtransport zeitig vorher angemeldet werden und ist kostenpflichtig. Von Strasbourg via Paris (umsteigen) ist man mit dem TGV in etwa sieben Stunden in Brest. Mit dem Auto: Via Paris auf der Autobahn (Maut) nach Rennes (Frankfurt – Rennes ca. 1000 km). Von dort mit dem Regionalzug (Radmitnahme gratis) nach Brest. Ausk unft Atout France, Zeppelinallee 37, 60325 Frankfurt, http://www.franceguide.com

Unterkunft

Entlang der Strecke an der Küste finden sich in jedem Ort Hotels, chambres d’hôtes (Gästezimmer mit Frühstück) und Campingplätze für jeden Geldbeutel. Außerhalb der Ferien findet man problemlos ein Zimmer. Zimmer mit Frühstück ab 40 Euro.

Tipp: Das altehrwürdige Hôtel Printania in Dinard, mit Blick über das Meer auf St. Malo. 5 Avenue George V, F-35801 Dinard cedex, Tél. 0033-02 99 46 13 07 Fax 0033-02 99 46 26 32 http://www.printaniahotel.com

Sehenswert

  • Portsall, wo 1978 der Tanker Amoco Cadiz zerbrach.
  • Brignogan: wuchtige Felsen und schöne Strände
  • Trégastel und Ploumanac’h: die „Côte du Granit Rose“ mit ihren Stränden
  • das Cap Fréhel - Cancale und die Austernbänke
  • Mont St. Michel
  • die Altstadt von Rennes

Literatur/Karten

Für die allgemeine Reiseinformation: Michelin „Der Grüne Reiseführer Bretagne“, 448 S., 22,50 Euro.

Für Tourenradler: Bikeline „Radatlas Bretagne“, 180 S., 12,90 Euro;

Michelin Karten „Départements France“ Nr. 308 und 309 im Maßstab 1:150.000, zu je 7,50 Euro.

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