Die Toskana übt seit jeher eine magische Anziehungskraft auf Reisende aus aller Welt aus. Vollkommen zu Recht, stellte Trekkingbike-Fotograf Daniel Simon auf seiner zweiwöchigen Radreise fest. Wer die Toskana mit allen Sinnen erfahren will, sollte sich Zeit nehmen, denn zu entdecken gibt es viel. Eine 400 Kilometer-Traumtour voller Genüsse.
Der Süden der Toskana verzaubert seine Besucher mit mittelalterlichen Städtchen und bezaubernder Landschaft. Und der Rummel hält sich in Grenzen. Das Trekkingbike-Team hat drei Tourenvorschläge recherchiert, zwischen Erzhügeln, heißen Quellen, Weinbergen und Kastanienwäldern.
Kunst, Kultur, Kulinarik – Venetien gilt zu Recht als die beliebteste Reiseregion in Italien. Das erfahren auch immer mehr Radreisende. Die berühmten Fernstrecken, wie der Etsch-Radweg, die Via Claudia Augusta und der Lange Weg der Dolomiten zählen längst zu den internationalen Radweg-Klassikern. Das Trekkingbike-Team entdeckte darüberhinaus noch hunderte von tollen Radkilometern zwischen den Dolomiten, dem Gardasee und der Adria.
Napoleons Verbannungsort vor der toskanischen Küste ist heute weit mehr als eine beliebte Badeinsel. Rund die Hälfte ist Nationalpark mit beeindruckender mediterraner Berglandschaft. Elba ist allerdings spürbar alles andere als eine flache Flunder. Kurvig, steil hinauf und wieder hinunter winden sich die Asphaltbänder über die Insel. Spätestens 1993, als die besten Radsportler der Welt die Startetappe des Giro d’Italia zwischen Porto Azzurro und Portoferraio absolvierten, wurde vielen bewusst: Die Insel hat auch den Radlern einiges zu bieten. Vorausgesetzt, eine gewisse Grundkondition steckt in den Beinen. Außerhalb der Badesaison und der Hauptort-Region von Portoferraio hält sich zum Glück auch der Autoverkehr in Grenzen.
Die noch junge Radroute führt auf der alten Bahntrasse vom Brennerpass hinunter nach Sterzing. Ein sanfter, beeindruckender Einstieg für eine Alpenüberquerung mit dem Trekkingbike. Bergig, aber durch kaum weniger faszinierende Landschaft führt die Route vom Eisacktal ins Pustertal bis nach Toblach. Dann wartet die etwas mühsame Hürde des Cimabanche-Passes hinüber in den italienischsprachigen Alpenraum. Rund 50 km rollt man auf der Trasse der ehemaligen Dolomitenbahn nach Süden – ins illustre Cortina d’Ampezzo, vorbei an grandiosen Felsmassiven und durch tief eingeschnittene Flusstäler. Ideales Ziel ist das pittoreske Bassano del Grappa am Übergang der Alpen in die norditalienische Ebene.