Auf dieser ausgedehnten Italien-Tour durch mehrere Provinzen kann sich der Reiseradler auf die Sehenswürdigkeiten konzentrieren, denn es geht stets ohne nennenswerte Steigungen durchs Land. Auf der Route warten unter anderem das mittelalterlich anmutende Pavia, das gemütliche Cremona und Italiens charmante Radler-Hauptstadt Ferrara mit seiner berühmten Universität und von der UNESCO ausgezeichneten Altstadt. Und kurz vor dem Meer wartet dann viel ungebändigte Natur mit dichten Uferwäldern.
Neue Radwege machen das bergige Trentino attraktiv
In den vergangenen Jahren hat sich einiges getan rund um Trento. In den schönen Seitentälern wachsen die Radwegekilometer. Im Val di Sole kann man unterwegs problemlos in den Zug umsteigen. Ein schönes Beispiel, wie sich das Radwegenetz entwickeln könnte, zeigt das Val Sugana. Dort führt mittlerweile ein 80 km langer, vorbildlich ausgebauter Radweg vom Lago di Caldenazzo bis nach Bassano del Grappa in Venetien. Genauso schön in noch spektakulärerer Berglandschaft verläuft künftig der Radweg durchs Val di Fiemme und Val di Fassa.
Im Mittelpunkt der Region liegt Bozen, die Südtiroler Landeshauptstadt mit Charme. Die gut ausgebauten Radwege führen sternförmig hinaus Richtung Meran, Richtung Brixen, Richtung Kaltern und Tramin und auf einer ehemaligen Bahntrasse via Auer ins Fleimstal nach Cavalese. Ruhig wohnt der Radler zum Beispiel in den Weingärten am Kalterersee oder am idyllisch gelegenen Montiggler See. Die Radrouten lassen sich dort problemlos vor der Haustüre beginnen. Burgen zum Besichtigen und Buschenschanken für den Erfrischungsstopp finden sich fast im Überfluss im Südtiroler Süden.
Viele Radler kennen das schöne West-Ost-Tal vom berühmten Fernradweg Via Claudia Augusta, der in diesem 80 km langen Abschnitt auch Etsch- Radweg oder Vinschgau-Radweg heißt. Er führt meist leicht bergab durch Wälder und Felder, mal asphaltiert, mal geschottert. Besonders schön anzuschauen im April und Mai, wenn die vielen tausend Apfelbäume blühen. Meist deutlich anspruchsvoller zeigen sich die Touren z. B. in die Seitentäler, wie das Martelltal oder Langtauferer Tal.
Das Pustertal zählt zu den beliebtesten Tälern der Alpen. Die Hauptattraktion für Radler ist der Pustertal-Radweg, der von Mühlbach, meist dem Flüsschen Rienz entlang, bis nach Innichen im Hochpustertal verläuft. Der Tipp für die konditionsstarken Tourenradler sind die kleinen Bergstraßen hinauf zu aussichtsreichen Almen und Weilern, z. B. ab Toblach und Niederdorf, oder die anspruchsvolle Furkelpass-Schleife von Bruneck über Olang, St. Vigil und St. Lorenzen.