Spezial: Radfahren im Winter (6/2016)

Tipps für Winterfahrer – Reifen

07.12.2016 Jochen Donner - Winterreifen sind auch am Fahrrad ein Thema. Spezielle Gummimischungen und Profile verbessern die Fahrsicherheit unter 5°C und bei Schnee. Für eisige Straßen braucht man dagegen definitiv Spikes.
DS1609_EasyFit
© Daniel Simon

Grip bei Schnee & Kälte

Reifen sind die "Füße" eines Fahrrads. Ihre Qualitäten sind entscheidend für sicheren Bodenkontakt: Grip beim Antritt und Bremsen, Spurführung in Kurven und beim Überfahren von Gullydeckeln und Bordsteinkanten, Haftung bei schnellen Lastwechseln und Ausweichmanövern. Auf rutschigem, glattem Untergrund stehen die Pneus vor schwierigen Aufgaben. Gut, dass neue Trends und Fertigungsverfahren in der Reifenindustrie große Fortschritte bei Fahrrad-Bereifung möglich machen. Breite Reifen werden immer leichter und setzen sich mehr und mehr durch, Profile werden bedarfsgerechter geschnitzt, der Pannenschutz hat sich verbessert, und spezielle Gummimischungen, die "Compounds", lassen sich immer genauer auch auf anspruchsvolle Einsatzbedingungen abstimmen. Winterreifen fürs Bike punkten heute mit Compounds, die zwischen +5 und -15 Grad Celsius ihre optimalen Eigenschaften entwickeln; Lamellenschnitte verbessern Haftung, Grip und Spurführung auf Schnee. Spikereifen sind leichter geworden und lassen sich auch auf eisfreien Abschnitten passabel fahren: Es gibt also plausible Gründe, sein Winterrad auf geeignete Reifen zu stellen.

Die Reifen-Montage ist tricky. Mit ein paar Kniffen geht sie auch Laien leichter von der Hand: Lassen Sie die Luft immer ganz ab, drücken Sie Restluft bei offenem Ventil vollständig aus dem Schlauch. Benutzen Sie Kunststoff-Heber, die sich an den Speichen einhängen lassen. Drücken Sie beide Reifenflanken sukzessive vom Felgenhorn zu Mitte des Felgenbodens und walken Sie den losen Reifen von beiden Seiten her zum obersten Punkt im Felgenrund. Dann lassen sich die meisten Reifen gut von der Felge hebeln. Achten Sie beim Einbau darauf, den Schlauch anzupumpen. So kann er weniger leicht einklemmen. Bestreichen Sie die Reifenwulste mit Schwalbes "Easy Fit"-Fluid. Damit gleiten die Wulste leichter übers Felgenhorn, der Reifen zentriert sich besser beim Aufpumpen. Achten Sie immer auf korrekten Luftdruck.

Winterräder

Nichts ist im Winter so wichtig wie guter Bodenkontakt. Spezielle Gummimischungen, Profile oder Spikes machen Radfahren sicherer.

Schwalbe Marathon GT 365

DS1609_Schwalbe-Marathon
© Daniel Simon

Der neue Ganzjahresreifen glänzt vom Profil und Compound her auch bei Nässe, Schnee und Temperaturen bis
-10° C. Ausnahme: Eis. Preis: ca. 40 Euro

Schwalbe Marathon Winter

DS1308_Schwalbe-Marathon-Winter
© Daniel Simon

Tiefer Schnee und glattes Eis lässt sich nur mit Spikereifen zuverlässig befahren. Auf trockener Straße kosten Spikes dagegen zusätzlich Kraft. Preis: ca. 55 Euro

Conti Top Contact Winter II

DS1308_Conti-Winter-Premium
© Daniel Simon

Lamellenschnitt und spezielle Gummimischung machen den Conti fit für Schnee, Nässe und Temperaturen unter Null. Ausnahme: Eis. Preis: ca. 40 Euro

Eine Kaufberatung zum Thema „Spikereifen“ finden Sie hier.


Das Winter-Spezial stand in Trekkingbike-Ausgabe 6/2016. Sie können die Ausgabe in der Trekkingbike-App (iTunes und Google Play) laden oder im DK-Shop bestellen.

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Schlagwörter

RadfahrenWinterWinterreifenSpikes

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