Test: Bestseller (3/2017)

Marktforschung: 10 Erfolgsmodelle im Test

11.08.2017 Jörg Spaniol - Einmal im Jahr befragt TREKKKINGBIKE seine Leser nach ihrem Fuhrpark. In diesem Test materialisiert sich das Ergebnis: die Bestseller der beliebtesten Marken im Vergleich.
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© Daniel Simon

Die meisten Hersteller mussten nicht lange nachdenken, um das passende Testrad auszuwählen: Behängt mit Etiketten wie "Geht wie geschnitten Brot", "unser absoluter Bestseller im Trekkingbereich" oder "der Aufsteiger der Saison 2016", kamen die Vorschläge in die Redaktion. Bei der Auswahl der Kandidaten für den vorliegenden Test hatten wir beschlossen, weder eine bestimmte Preisklasse noch einen Einsatzbereich oder ein technisches Merkmal vorzugeben. Stattdessen hat der freie Markt mit seiner berühmten unsichtbaren Hand die Kandidaten aus dem Angebot gepickt.

"Von welcher der folgenden Marken besitzen Sie ein Fahrrad?", hatte die Frage an unsere Leser gelautet. Die genannten Marken wiederum sollten ihr bestverkauftes Rad liefern – sofern es lieferbar ist, weiterhin angeboten wird und nicht gerade erst bei uns im Test war. Das Ergebnis ist ein Testfeld von 900 bis 2700 Euro, vom Sorglos-Rad mit Riemen bis zum spritzigen Fitnessbike.

Die Spreizung erklärt sich aus den unterschiedlichen Sortimenten: Bei einem hochpreisigen Hersteller wie Cannondale gibt es für 900 Euro wenig Auswahl, während manche stückzahlstarke Marke ihren wahren Bestseller im 600-Euro-Bereich suchen müsste. In solchen Fällen haben wir um ein vergleichbares Rad in höherwertiger Ausstattung gebeten, denn ein 600-Euro-Rad liegt weit unter den Ansprüchen unserer Leser: Sie geben laut Umfrage durchschnittlich über 1600 Euro für ein Neurad aus. Extrem beliebt und umkämpft ist die 1000-Euro-Schwelle. Die Hälfte der Testräder versammelt sich um diesen Preispunkt, weitere drei tummeln sich zwischen 1200 und 1500 Euro, zwei Modelle kosten um oder über 2000 Euro. Dabei spricht der mit drei von zehn Teilnehmern stark vertretene Versandhandel offenbar längst nicht mehr nur Schnäppchenjäger und Sparfüchse an. Die Modelle von Rose und Canyon liegen preislich im Mittelfeld.
Ein Testfeld, das so zustande kommt, bildet den Mainstream ab. Im Radioprogramm ist "Mainstream" eine gleichförmige Musik, die beim Autofahren weder aufregt noch einschläfert, beim Fahrradkauf sieht die Sache ähnlich aus. Mit neun dunkelgrauen oder schwarzen Modellen und einem weißen Ausreißer ist die Ästhetik wenig aufregend, die gleichen Mehrheitsverhältnisse finden sich auch beim dominierenden Rahmenmaterial: Alu schlägt Stahl erwartbar hoch, die Shimano-Antriebsquote liegt bei 100 Prozent. So weit, so fad. Viel interessanter wird es, wenn man die Räder nach Segmenten vergleicht ...
 


Der komplette Artikel stand in Trekkingbike-Ausgabe 3/2017. Sie können die Ausgabe in der Trekkingbike-App (iTunes und Google Play) laden oder im DK-Shop bestellen.

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