Test: NoFrill Trekking

No Frill Trekking – ein Rad für kleine Menschen

10.09.2016 Jörg Spaniol - Kleine Menschen stoßen beim Radkauf meist auf große Probleme. Das NoFrill-Rad bietet für Radler ab 1,40 Meter solide Technik ohne Schnickschnack. Und eine Menge echten Fahrspaß.
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© Daniel Simon

Mit sieben Jahren war der kleine Yves seinem Kinderrad endgültig entwachsen. Oliver Nekola wollte seinem Sohn ein neues Rad kaufen, musste nach langer Suche aber feststellen: Was er suchte, gab es nicht. Ein solides Kinderrad, dessen Schaltung, Bremsen, Licht technisch einigermaßen auf der Höhe der Zeit sind und das nicht gleich 16 Kilo wiegt. Nekola, inzwischen 46 Jahre alt, ist selbst seit 30 Jahren Fahrrad-Enthusiast und -Techniker. Auch einen eigenen Radshop hatte er ein Jahrzehnt lang betrieben, bevor er sich darauf konzentrierte, via Website und -Shop exotische, aber sinnvolle Teile für Human Powered Vehicles, kurz HPV, zu importieren und direkt zu verkaufen. Rahmen, Gabeln und Komponenten für Liege- und Rennräder, aber auch Trainingszubehör und alte Neuteile vergangener Zeiten stapeln sich im Lager des 46-jährigen. „Ich wollte meinem Sohn nicht den Spaß am Radfahren versauen“, beschreibt der engagierte Vater die Initialzündung. Dann baut der Papa eben seinem Sohn ein anständiges Rad.

Gute Kontakte aus dem Teilehandel nach Taiwan brachten schnell die Verbindung zu einem Rahmenbaubetrieb zustande, der die Fertigung des maßstäblich geschrumpften Fahrradrahmens übernahm. „Warum ein Rahmen für kleine Fahrer zwischen 1,45 und 1,60 Metern Körpergröße auch ein tiefer liegendes Tretlager als üblich braucht, musste ich aber doch nochmals extra erklären“, grinst Nekola. Denn auch XXS-Radler müssen mit ihren Fußspitzen den Boden errreichen. Zudem ist der Bewegungsablauf beim Pedalieren umso effizienter, je besser die Körpermaße mit den Maschinenmaßen korrelieren. Die Kettenstreben bleiben dank 26-Zoll-Laufrädern kurz, um das Rad wendig zu halten. Auch Ober-, Unter- und Sitzrohr sind auf Maß geschnitten, ein passendes Steuerrohr und Gabel mussten erst aufgetrieben werden. Doch nahm der Rahmen bereits Gestalt an, fehlten noch wichtige Parts wie eine Kurbel von passender Länge. In Europa endet das Angebot der üblichen Hersteller meist bei 170 Millimetern. 

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