Test: Klassiker-Modelle (6/2016)

Steppenwolf Tao 20th – Jubiläumsmodell

09.12.2016 Jochen Donner - Der Steppenwolf oder Kojote zählt noch zur Familie der Hunde. Etwas sympathischer Wauwau und ein wenig zäher Langstreckenläufer finden sich auch im Tao.
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© Daniel Simon

Zum Typ Familienhund passen die entspannt-aufrechte Sitzposition des Tao-Jubiläumsmodells, sein solider Geradeauslauf, die unproblematische Lenkung und die sehr komfortable, fein abstimmbare Federgabel. Auch das Cockpit bietet eine angenehme Ergonomie auf langer wie auf kurzer Strecke.

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© Daniel Simon
Das moderne Ausfallende erledigt seine Halte-Arbeit vorbildlich und praxisgerecht.

Mehr an Windhund lassen Merkmale wie die knackig-exakte XT-Schaltung und die bei Bedarf zupackenden Discs derselben Serie denken. Das Tao hängt gut am Gas. Auch sein stabiler Racktime-Tourenträger hilft dem Steppenwolf, durch viele Reviere zu streunen; zu lange Streben oder zu hoch gesetzte Gewinde dafür verschenken Seitensteifigkeit bei hoher Last (22 Kilo). Doch das soll sich bei nächster Überarbeitung ändern. Die üblichen 10 bis 12 Kilo Tourengepäck fahren jedoch problemlos mit. Ausgesprochen luxuriös fährt sich das Rad bei Dunkelheit: Der Luxos-Frontscheinwerfer leuchtet mit breitem und differenziertem Leuchtbild komfortabel heim. Falls sich noch andere Caniden zum Gassigehen in den Büschen am Wegesrand herumtreiben, bleibt das wenigstens keine böse Überraschung.

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© Daniel Simon
Purer "Luxos": Der 70 Lux-Scheinwerfer breitet einen intensiven Lichtteppich vors Vorderrad.

Zu loben sind auch die schnellen, kraftsparenden Supreme-Reifen: Haftung, Geschmeidigkeit und Leichtlauf gehören zum Besten. Beim Rahmen gefällt die klare Linie und aufgeräumte Optik, Züge und Bremsleitung verlaufen innen. Zudem fällt das Oberrohr stark ab, die Überstandshöhe ist gering und das Rad bekommt dadurch ein gutes Handling. Das Gewicht liegt deutlich unter 15 Kilo, trotz Federgabel. Wie sagt man in Bayern? A Hund isser scho!

Plus:

  • Gut abgestimmer Tourer;
  • komfortbetontes Fahren

Minus:

  • Träger unnötig hoch platziert;
  • nur drei Größen

Die Modellgeschichte:

Vom Start weg war das Tao Steppenwolfs Trekking-Topmodell. Seit 1998 baute die Oberhachinger Bike-Schmiede universelle Touring-Bikes, später auch im Custom-Aufbau. Das Tao behielt durch eigenständige Rohrformen und Rahmendesign immer seine eigene, schlanke Optik. Spezielle Details und Konzepte wie ein vollgefederter Rahmen im Jahr 2000 zeigen, wie das Tao erwachsen wurde. Auch heute noch zählen hier besonders XT-Ausstattung, geringes Gewicht und sorgfältige Verarbeitung.

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